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Magazine by UseTree
Gute Frage Reading Time 2 min | 14.10.2014

UX, UI, UXD… bitte was?

Der Bereich des Designs ist voller Abkürzungen wie UX, UI usw. Vieles hat mit Design zu tun, einiges mit Nutzerfreundlichkeit. Aber was ist jetzt was, und was unterscheidet beispielsweise einen UX-Designer von einem UI-Designer?

by Redaktion

Nun, fangen wir einmal beim Gröbsten an – UX. UX ist eine Abkürzung für “User Experience”, meint also die Erfahrungen, die ein Nutzer mit einem Produkt macht. Die DIN EN ISO 9241-210 definiert User Experience als die “Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/oder der erwarteten Benutzung eines Produkts, eines Systems oder einer Dienstleistung resultieren”. Sie umfasst “… alle Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben.”

Ziel bei der Produktentwicklung ist es natürlich, eine möglichst positive User Experience zu erzeugen. Diesen Vorgang nennt man dann UXD –  User Experience Design. Jemand, der die User Experience designed, wird dementsprechend als UX-Designer bezeichnet. Um eine gute UX zu designen, muss man allerdings erst einmal wissen, wer die Nutzer sind, welche Ziele, Motivationen, Kenntnisse sie haben, um daraus Anforderungen ableiten zu können. Jemand, der sich hauptsächlich mit diesen Fragen befasst und diese erforscht, wird als UX-Researcher bezeichnet.

Eine wichtige Rolle für eine gute UX spielt u. a. die Usability, also die Gebrauchstauglichkeit, des Produktes. Hier kommt der Usability-Engineer ins Spiel, der sich hauptsächlich mit dem Interface des Produktes, also der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, befasst. Das Interface wird in der “Szene” als UI – User Interface – bezeichnet. UID ist dementsprechend das User Interface Design, und ein UI-Designer hat die Aufgabe, die Bedienelemente eines Produktes zu gestalten. Dabei sollte er aber auch immer die Usability im Hinterkopf haben, ebenso wie die IA – die Information Architecture. Für Letztgenanntes gibt es allerdings auch Spezialisten, die “Information Architects”. Diese befassen sich mit den Inhalten des Produktes, genauer gesagt mit der Strukturierung, Anordnung und Benennung von Informationseinheiten.

Natürlich gibt es zwischen den Bereichen viele Überschneidungen: UX-Designer befassen sich auch mit der Usability, Usability-Engineers designen auch mal Interface-Elemente wie z. B. Buttons, Information Architects betreiben ebenfalls UX-Research…

Welche Verantwortlichkeiten wo anfangen und wo aufhören, ist nicht fest definiert. Daher bleibt anzumerken, dass dieser Artikel mein persönliches Verständnis der UX-Berufe widerspiegelt. In der Praxis kommt es aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen bestimmter Berufe leider oft zu Missverständnissen. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändert.

Bildquelle: unsplash.com