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Hybrid Plattform

Diesen Sommer endete die 4-jährige Pilotphase der Hybrid Plattform, einem wichtigen Förderer von UseTree. Zeit, sich die Hybrid Plattform mal genauer anzusehen.

Als transdisziplinäre Projektplattform bringt sie WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus verschiedenen Fachgebieten mit Partnern aus Forschung und Industrie zusammen. Dabei werden über die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinaus innovative und zukunftsträchtige Lösungsansätze entwickelt – also „ein Ort für Querdenker und Grenzgänger“. Veranstaltungsformate sind dabei die beliebten „Hybrid Talks“, bei denen Projektmacher ihre Ideen in Kurzvorträgen vorstellen, wie auch Symposien mit Keynotes, Workshops und Diskussionen.

Aber die Hybrid Plattform bleibt uns auch nach ihrer Pilotphase erhalten: Die TU und UdK Berlin haben sich für eine Weiterführung der Hybrid Plattform ausgesprochen. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und einen anregungsreichen Austausch, z.B. in den nächsten Hybrid Talks mit dem Thema „Soundscapes“ am 14. Januar 2016 im Hybrid Lab an der TU Berlin.

Weitere Anregungen finden Sie in den Weeknotes der Hybrid Plattform. Mit dabei ein Beitrag über UseTree zum Thema Wachstum durch Usability“.

 

Bildquelle: http://hybrid-plattform.org

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"U(X) in Health Design"

Der Workshop „U(X) in Health Design“ auf der Mensch und Computer 2015 in Stuttgart beschäftigte sich mit „smarten“ Hilfsmitteln für den Gesundheitssektor. Diese bieten vielfältige Möglichkeiten, um therapeutische Angebote zu optimieren und zu ergänzen. Unabdingbar ist dabei der Einsatz eines menschzentrierten Vorgehens bei der Gestaltung dieser Technologien.

Der erste Vortrag Usability in medizintechnischen Softwarefirmen: Eine Interviewstudie zur aktuellen Lage behandelte die Masterarbeit von Franziska Trauzettel (im Folgenden kurz zusammengefasst von der Autorin): „Die Berücksichtigung menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Neu- und Weiterentwicklung interaktiver Technologien. Zur Verbesserung der Bedienbarkeit und insbesondere zur Vermeidung von Fehlbedienungen ist Usability im Bereich Medizintechnik von grundlegender Bedeutung und die lückenlose Dokumentation eines Usability-orientierten Vorgehens notwendige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zulassungsverfahren als Medizinprodukt. Allerdings lassen die hierfür vorgesehenen Normen aufgrund ihres allgemeinen Charakters einen großen Spielraum für das Verständnis und die praktische Umsetzung von Usability-Maßnahmen im Produktentwicklungsprozess. Ziel der vorgestellten Masterarbeit war es, das Verständnis von Usability und die gängige Anwenderpraxis zu erheben, um das Konzept als aktuelle Momentaufnahme aus Sicht der Medizintechnik zu beleuchten. Hierzu wurden bundesweit Mitarbeiter/innen aus insgesamt 21 Software-produzierenden medizintechnischen Unternehmen mittels qualitativen Telefoninterviews befragt. Um ergänzend einen Einblick in andere Industriezweige zu gewinnen, wurde ein Usability-Selbsttest online erhoben. Auf Basis der Ergebnisse können zentrale Usability-Aspekte vergleichend zwischen Medizintechnik und anderen Wirtschaftsfeldern identifiziert sowie ein idealtypisches Phasenmodell zum methodischen Vorgehen vorgestellt werden. Zudem lassen sich aus den Ergebnissen wichtige Handlungsbedarfe ableiten, die es durch zukünftige Forschung und geeignete Maßnahmen zu adressieren gilt.“

Der Vortrag Unterstützungsansätze in der Versorgung mittels mobiler Geräte und Telemedizin von Natalie Jankowski stellte das aktuelle Forschungsprojekt BeMobil vor, in dessen Rahmen das Potential der Telemedizin bei der Versorgung untersucht wurde. Die besondere Relevanz des Themas wird schon heute durch die Versorgungslücken deutlich, die durch den demographischen Wandel und das Stadt-Land-Gefälle ausgelöst werden. Bei der Telemedizin können unterschiedliche Kommunikationswege zwischen Arzt, Patient und eventuell Therapeut unterschieden werden. Auch zeitlich synchrone (wie Telefon) und asynchrone Verfahren (SMS, E-Mail) stehen für den Informationsaustausch zur Verfügung. Durch einen Fragebogen für Patienten und Behandler von Schlaganfall und Skoliose sollten offene Fragen zur Techniknutzung und Nutzungsbereitschaft von Telemedizin geklärt werden. Die Ergebnisse zeigten das große ungenutzte Potential: Bei den Befragten zeigte sich eine hohe Nutzung und Akzeptanz mobiler Geräte und auch eine hohe Bereitschaft auf beiden Seiten diese zukünftig einzusetzen.

Im Vortrag Anforderungsanalyse für die nutzergerechte Gestaltung eines Bedienkonzepts für robotergestützte Telerehabilitationssysteme in der motorischen Schlaganfallrehabilitation von Ekaterina Ivanova wurden die Ergebnisse einer Anforderungsanalyse an ein multimodales robotergestütztes System für motorische Rehabilitation nach Schlaganfall in häuslicher Umgebung dargestellt. Die Intention ist es, den Patienten nach einem Schlaganfall und dem Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung (Dauer: 6 Wochen in Deutschland) mit einer robotergestützten Telerehabilitation weiter zu begleiten. Besondere Herausforderung dabei ist es, das Interface an die Fähigkeiten des Patienten anzupassen, aber auch dem Arzt eine effiziente Arbeitsweise mit dem System zu ermöglichen.

In dem sich anschließenden interaktiven Teil wurden die Teilnehmer mit realistischen Problemstellungen („Szenarien“) konfrontiert und sollten in Gruppen Lösungen erarbeiten (wie im zweiten Beitragsbild dargestellt), die später im Plenum diskutiert wurden.

 

Bildquelle: UseTree

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Datenschutz von Wearables

Vielen Bürgern scheint gar nicht bewusst zu sein, welche Gefährdungspotentiale die unsichere Speicherung und Übermittlung von Daten hat. Aber auch der Umgang mit Daten ist immer noch sehr sorglos.

Gut jeder Dritte gab in einer Befragung an, er/sie wäre bereit, wichtige Gesundheitsdaten an die Krankenkasse weiterzuleiten. Möglich ist das zum Beispiel im Gesundheitsprogramm „Vitality“ von Generali: Versicherte erhalten Prämien für gesundheitsbewusstes Verhalten, welches auch mithilfe von Wearables1 überwacht wird. Durch Sport, wahrgenommene Arzttermine und gesunde Ernährung kann man Rabatte für Fitnessstudiomitgliedschaften, Reisen etc. und auch Prämiennachlässe beim Versicherungsschutz bekommen. Netzpolitiker Konstantin von Notz sieht darin eine Verletzung des Solidarprinzips: Dadurch, dass Personen bevorzugt werden, die freiwillig ihre Daten zur Verfügung stellen, werden – auf lange Sicht – diejenigen benachteiligt, die das nicht tun (vgl. Interview).

Datenschutz scheint oft als Gegenspieler von Effizienz zu fungieren. Wer sorglos alle persönlichen Daten von sich einer App zur Verfügung stellt, der erfährt das optimale Nutzungserlebnis. Die App liefert zum Beispiel personalisierte Vorschläge, nutzt den GPS-Standort für eine einfache Lokalisierung oder berechnet den täglichen Energieumsatz auf Basis von Gewicht, Geschlecht, etc. Viele Applikationen ermutigen Nutzer, immer mehr Daten anzugeben („20% Vervollständigen Sie jetzt Ihr Nutzerprofil!“). Auf der anderen Seite kostet Softwareentwicklung Geld und das lässt sich über Daten gut generieren. Den Wenigsten ist bewusst, dass sie mit ihren Daten für eine Dienstleistung bezahlen (bspw. Facebook). Verantwortlich ist eigentlich der Nutzer selber, der bestimmen muss, wie viel ihm seine Daten wert sind. Aber dafür muss er erst mal wissen, welche Daten von einer Applikation genutzt werden.

Deshalb ist besonders der Gesetzgeber gefordert, der dafür sorgen muss, dass Unternehmen dem Nutzer bzw. Kunden klar kommunizieren, welche Daten gesammelt werden und was zum Schutz der persönlichen Daten unternommen wird. Nach §34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) kann jede Person einmal im Jahr die gespeicherten Daten von Unternehmen kostenlos anfordern. Auch mit dem Ziel diese ggf. berichtigen, sperren oder löschen zu lassen. In der Praxis ignorieren die Unternehmen die Anfragen häufig oder beantworten sie nicht richtig.

Letztendlich sollten auch Entwickler Produkte so gestalten, dass sie die Privatsphäre ihrer Nutzer respektieren und ihre Daten schützen. So fordert das auch die Association for Computing Machinery (ACM) im Moralcodex für Softwareentwickler (Software Engineering Code of Ethics and Professional Practice Version 5.2). Lösungsansätze wären zum Beispiel Sparsamkeit (verantwortungsvoller Umgang) bei der Erfassung und dem Austausch von Daten, d.h. nur solche Daten erfassen und austauschen, die für die Bedienung der App wichtig sind.

Der 1. Teil des Datenschutz-Blogbeitrags demonstrierte, wie unsicher Wearables beim Speichern und Übermitteln von Daten sind und mit welchen Risiken der Missbrauch von Daten verbunden sein kann.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

Links aus diesem Beitrag:
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gesundheits-Apps-Jeder-dritte-Smartphone-Nutzer-w%C3%BCrde-Daten-an-die-Krankenkasse-weiterleiten.html
http://www.deutschlandradiokultur.de/krankenversicherung-eine-app-fuer-den-glaesernen-patienten.1008.de.html?dram:article_id=307219
https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an_Facebook#Datenschutz
http://www.br.de/puls/themen/netz/selbstauskunft-kampf-um-meine-daten-100.html
https://www.acm.org/about/se-code

 

Bildquelle: https://unsplash.com/collections/373982/wearables?photo=JpY2rPHFL8E

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Datenschutz von Wearables

Wearables1 sind auf dem Vormarsch. Vor einem Monat ist auch Apple in den Wettbewerb eingestiegen (mehr dazu im Beitrag „Smartwatches“) und die Analysten von Canalys melden für 2014 Verkaufszahlen von ca. 4,6 Millionen Wearables weltweit. Schätzungen prognostizieren einen Anstieg auf 51,2 Millionen Verkäufe 2015.

Um die persönliche Fitness zu verfolgen, nutzen gesundheitsbewusste Personen häufig Fitnessarmbänder oder Smartwatches, die mit ihren umfangreichen Sensoren (Beschleunigungssensor, Lagesensor, GPS-Empfänger etc.) eine Vielzahl an Daten kontinuierlich erfassen können. Diese Daten werden benutzt, um Gesundheitsparameter der Person (Herzaktivität, Schritte, Bewegung, …) zu erfassen und an das Smartphone per Bluetooth zu übertragen.

Jedoch sind diese Daten besonders sensibel, weil man über sie Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort (GPS-Daten) oder die Gesundheit ziehen kann. Um diese Daten zu schützen, belegt der Gesetzgeber die Verarbeitung besonders sensibler Daten (§3 Abs. 9 BDSG) – z.B. Daten über die Gesundheit einer Person – mit speziellen Regularien und erschwert so ihre Verarbeitung. Ob sich Drittanbieter von Fitnessapps an diese Vorgaben halten, ist fraglich.

In einer Untersuchung baute die Sicherheitsfirma Symantec einen Bluetooth-Scanner und ließ diesen passiv die Signale von Wearables „belauschen“. Das Ergebnis: Alle Geräte konnten anhand ihrer Hardware-Adresse (ähnlich dem Kennzeichen beim Auto) eindeutig identifiziert und ihr Standort somit überwacht werden. Außerdem übertrugen 20% der Apps unverschlüsselt die Anmeldedaten der Nutzer – und ermöglichen so den Missbrauch von Gesundheitsdaten sowie persönlichen Informationen aus der Cloud, wie z.B. Geburtsdatum, Adresse, Fotos, u.v.m.

Wer sich fragt, wer von diesen Daten profitieren könne, denke an die Mitarbeiterüberwachungen bei Lidl, der Telekom und der Deutschen Bahn, in denen die Privatsphäre der Mitarbeiter massiv verletzt wurde, indem Detektive und versteckte Kameras gezielt zur Überwachung der Mitarbeiter eingesetzt wurden ohne konkreten Tatverdacht. In den Vereinigten Staaten wurden mittlerweile die ersten Fälle bekannt, bei denen Einbrecher GPS-Tracking nutzten, um bei Abwesenheit der Hausbesitzer unbemerkt einzubrechen. Bei der momentan so geringen Sicherheit von Wearables könnte diese Praktik noch einfacher werden.

Im 1. Teil des Datenschutz-Blogbeitrags ging es darum, welche Daten Wearables erfassen und wie unsicher die Geräte beim Speichern und Übermitteln sind. Lesen Sie im 2. Teil, wie sich der Umgang mit Daten in der Gesellschaft verändert hat und welche Lösungsansätze es für mehr Datenschutz gibt.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

Links aus diesem Beitrag:
http://www.canalys.com/newsroom/over-720000-android-wear-devices-shipped-2014
http://www.presseportal.de/pm/103990/2962728
http://www.symantec.com/connect/blogs/how-safe-your-quantified-self-tracking-monitoring-and-wearable-tech

 

Bildquelle: https://unsplash.com/collections/374888/security?photo=XYrjl3j7smo

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smartwatch

Smartwatches – kleine Helfer für den Businessbereich

Für die einen die neuste Innovation aus dem Bereich der Wearables1, für die anderen nutzloses Gimmick für konsumgeile Apple-Jünger: Im April ist die Apple Watch erschienen und im Internet geistern schon die ersten Erfahrungsberichte von einigen Vorbestellern. Ab Juni wird sie auch in den Apple Stores erhältlich sein. Ein Grund sich die wohl begehrteste Smartwatch des Jahres und Apples neustes Aushängeschild in Sachen Innovation (und laut Apple „unsere persönlichste Technologie“) mal näher anzuschauen.

Die Apple Watch, wie alle anderen Smartwatches auch, integriert zunächst elektronische Funktionalitäten in Form einer Armbanduhr. Sensoren messen die täglichen Schritte (Pedometer), den Puls oder das eintreffende Licht. Aktuatoren benachrichtigen via Vibration bei eingehenden Nachrichten oder Anrufen. Sie ist dabei auf die Verbindung zu einem iPhone angewiesen, ohne Verbindung fällt ein Großteil ihrer Funktionen weg.

Die wichtigsten Funktionen sind dabei die Bereiche Fitness, Benachrichtigung bei SMS/ Anrufe/ Email etc. und Navigation. Damit wird deutlich, dass die Uhr eigentlich für die private Anwendung vorgesehen ist. Aber mit ihren technischen Möglichkeiten bietet sie auch Ideen für eine betriebliche Anwendung:

  • Im Außendienst als sinnvolle Ergänzung zum Smartphone zur Interaktion mit dem Kunden, kurzfristige Änderung von Terminen oder Treffpunkten, schnelle Information über relevante Verkaufsergebnisse
  • Als Ersatz für Werksausweis/ Schlüsselkarte und Zeiterfassung für die Einhaltung komplexer Zugriffsvorschriften via Near Field Communication (NFC)
  • Überwachung des physischen Zustandes in sicherheitskritischen Arbeitsbereichen oder sogar im medizinischen Kontext
  • Überall, wo Mitarbeiter keine freie Hand für ihr Smartphone haben (bei Wartungs- und Montagetätigkeiten z.B.). Hier kann sie Montageanweisungen oder technische Parameter anzeigen und ggf. via taktilem Feedback vor kritischen Situationen warnen.

Die Entwickler von Apps sind gefragt, um sich mit neuen Applikationen auch den Businessmarkt zu erschließen. Wie schon so oft von Reviewern hervorgehoben, steht und fällt die Apple Watch mit den verfügbaren Applikationen. Es bleibt spannend, wie Wearables wie die Apple Watch in den kommenden Jahren in den privaten und Business-Bereich vordringen werden und das Internet der Dinge (IOT) immer mehr zur Realität werden lassen.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

 

Bildquelle: https://hd.unsplash.com/photo-1434493907317-a46b5bbe7834

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