B008

Flow und Usability

Die meisten von Ihnen kennen vermutlich das Gefühl, beim Lesen, beim Sport oder Musizieren in einen „Flow“ zu geraten. Einige von Ihnen haben es vielleicht auch schon während der Interaktion mit einem Gerät oder beim Surfen auf einer Homepage erlebt. Dieser Flowzustand wurde erstmals 1975 von Csikszentimihalyi beschrieben. Ihm zufolge ist Flow-Erleben ein fließender Versunkenheitszustand. Im Flow-Zustand ist die Beanspruchung optimal, der Handlungsablauf wird als flüssig empfunden und wir gehen so sehr in der Aufgabe auf, dass wir die Zeit vergessen. Auf eine gewisse Weise ist es genau das, was wir auch mit einem benutzerfreundlichen Produkt erreichen wollen: dass der Nutzer einfach nicht mehr über die Interaktionen nachdenken muss, sondern geradezu durch die Bedienelemente „fliegt“ und sich intuitiv zurechtfindet.

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Flow und Usability, welcher auf der Seite http://www.flow-usability.de/index.htm ausgeführt wird. Auf der Seite ist zusammengefasst, was Marco Wurzler und Philipp Stegler von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf in ihrer Magisterarbeit zum Thema Flow und Usability herausgearbeitet haben.

Insbesondere geht die Seite darauf ein, wie eine Onlinepräsenz dem Nutzer Freude bereiten kann, indem durch hohe Usability Flow Erleben induziert wird.

Mit Hilfe des Flow-Konzeptes wird auch für bestimmte Heuristiken begründet, warum ihre Einhaltung das Flow-Erleben fördert. Erwartungskonformität sei beispielsweise wichtig, weil sonst der Nutzer aus seinem Gedanken- und Interaktionsfluss gerissen werde und damit auch der Flow abreiße. Fehlermeldungen hilfreich gestalten helfe zwar, die Handlungskontrolle zu behalten, stelle aber in jedem Fall eine Unterbrechung der Tätigkeit, dadurch des flüssigen Handlungsablaufs und damit des eventuellen Flows dar. Andere Usability-Daumenregeln könnten laut den Autoren nicht mit Hilfe des Flow-Konzeptes erklärt werden. Dies treffe beispielsweise auf Farbgebungskonzepte zu, da solche zwar Gefühle auslösen können, aber selbst keinen Flow induzieren.

Die Webseite zur Magisterarbeit finden Sie unter: http://www.flow-usability.de/index.htm

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/schlucht-steil-tal-stein-felsen-801839/

Read More
e-commerce-402822_640

Deutschlands Personas: Wer sind Ihre Online-Shopper?

Personas sind prototypische Nutzer, die die wichtigsten Zielgruppen einer Anwendung repräsentieren und zentral für deren Haupteigenschaften und Anforderungen sind. In einer neuen Studie von eResult wurde sich nun der Frage gewidmet, wer wohl die typischen Vertreter deutscher Online-Shopper sind.

Herausgekommen sind vier Nutzer-Typen: Oliva Online, Andreas & Anna Anspruch, Frank Fünfziger und Tina Tablet – errechnet auf Basis einer repräsentativen Online-Umfrage (n=1.000) unter Einsatz des Persona-Ansatzes. Ihre Anforderungen an Online-Shops und ihr Einkaufsverhalten im Web als auch in anderen Kanälen unterscheiden sich deutlich.

Erfahren Sie in der eResult-Studie Details zu den Merkmalen und Anforderungen der vier typischen Shop-Nutzer. Finden Sie heraus, wer Ihre Nutzer und Kunden sind und wie Sie auf die Wünsche Ihrer Persona(s) eingehen können!

>> Deutschland(s)-Personas: 4 repräsentative Online-Shopper Typen

Links:
http://www.eresult.de/fileadmin/Downloads/PDF/Personas_fuer_Deutschland/eResult_CaseStudy_Personas_fuer_Deutschland.pdf

http://www.eresult.de/newsletter/newletter-detailansicht/news/newsletter-juli-2015/

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/e-commerce-einkaufskorb-einkaufen-402822/

Read More
diabetes-528678_1280

Motivierende Applikation zum Diabetes-Management

Die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus Typ-1 stellt ein weltweit ansteigendes Gesundheitsproblem dar. Sie ist mit einer Vielzahl an Aufgaben und Regeln verbunden, die im Rahmen des Diabetes-Managements von den Betroffenen geleistet werden müssen. Häufig geht die Erkrankung zusätzlich mit psychischen Belastungen einher.

Für eine Optimierung der Therapie und um besser auf spezifische Situationen reagieren zu können, ist eine umfassende Dokumentation der diabetesbezogenen Werte und weiterer Einflussfaktoren erforderlich. Die Diabetes-Dokumentation wird jedoch häufig als aufwendig und lästig empfunden. Meist mangelt es an Motivation, sich intensiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Eine entsprechende Motivation ist allerdings grundlegend für eine regelmäßige Dokumentation. Um dies zu verbessern, wurde eine Smartphone-App entwickelt, die Diabetiker im täglichen Umgang mit der Erkrankung unterstützt und zu einer zielführenden Dokumentation motiviert.

Um eine gebrauchstaugliche Applikation zu entwickeln, wurden Nutzer aus der Zielgruppe im Rahmen des User-Centered-Design-Prozesses in die Produktentwicklung einbezogen. Zunächst wurden Bedürfnisse und Anforderungen an eine Diabetes-App erhoben. Anschließend wurden verschiedene Entwürfe für eine Diabetes-App erstellt, die den Umgang mit der Erkrankung auf verschiedene Weise unterstützen können. Ein finales Konzept wurde im Rahmen eines Software-Prototyps umgesetzt und mit Usability-Experten sowie mit potentiellen Nutzern aus der Zielgruppe evaluiert. Es zeigte sich, dass das entwickelte App-Konzept Betroffene im täglichen Umgang mit der Erkrankung sinnvoll unterstützen kann. Durch die nutzerzentrierte Entwicklung konnte ein Konzept für eine Applikation zum Diabetes-Management entwickelt werden, welches ein positives Nutzererleben hervorruft und durch einen Motivationsansatz zu einer regelmäßigen Nutzung anregt.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/diabetes-blutzucker-diabetiker-528678/

Read More
security

Datenschutz von Wearables

Wearables1 sind auf dem Vormarsch. Vor einem Monat ist auch Apple in den Wettbewerb eingestiegen (mehr dazu im Beitrag „Smartwatches“) und die Analysten von Canalys melden für 2014 Verkaufszahlen von ca. 4,6 Millionen Wearables weltweit. Schätzungen prognostizieren einen Anstieg auf 51,2 Millionen Verkäufe 2015.

Um die persönliche Fitness zu verfolgen, nutzen gesundheitsbewusste Personen häufig Fitnessarmbänder oder Smartwatches, die mit ihren umfangreichen Sensoren (Beschleunigungssensor, Lagesensor, GPS-Empfänger etc.) eine Vielzahl an Daten kontinuierlich erfassen können. Diese Daten werden benutzt, um Gesundheitsparameter der Person (Herzaktivität, Schritte, Bewegung, …) zu erfassen und an das Smartphone per Bluetooth zu übertragen.

Jedoch sind diese Daten besonders sensibel, weil man über sie Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort (GPS-Daten) oder die Gesundheit ziehen kann. Um diese Daten zu schützen, belegt der Gesetzgeber die Verarbeitung besonders sensibler Daten (§3 Abs. 9 BDSG) – z.B. Daten über die Gesundheit einer Person – mit speziellen Regularien und erschwert so ihre Verarbeitung. Ob sich Drittanbieter von Fitnessapps an diese Vorgaben halten, ist fraglich.

In einer Untersuchung baute die Sicherheitsfirma Symantec einen Bluetooth-Scanner und ließ diesen passiv die Signale von Wearables „belauschen“. Das Ergebnis: Alle Geräte konnten anhand ihrer Hardware-Adresse (ähnlich dem Kennzeichen beim Auto) eindeutig identifiziert und ihr Standort somit überwacht werden. Außerdem übertrugen 20% der Apps unverschlüsselt die Anmeldedaten der Nutzer – und ermöglichen so den Missbrauch von Gesundheitsdaten sowie persönlichen Informationen aus der Cloud, wie z.B. Geburtsdatum, Adresse, Fotos, u.v.m.

Wer sich fragt, wer von diesen Daten profitieren könne, denke an die Mitarbeiterüberwachungen bei Lidl, der Telekom und der Deutschen Bahn, in denen die Privatsphäre der Mitarbeiter massiv verletzt wurde, indem Detektive und versteckte Kameras gezielt zur Überwachung der Mitarbeiter eingesetzt wurden ohne konkreten Tatverdacht. In den Vereinigten Staaten wurden mittlerweile die ersten Fälle bekannt, bei denen Einbrecher GPS-Tracking nutzten, um bei Abwesenheit der Hausbesitzer unbemerkt einzubrechen. Bei der momentan so geringen Sicherheit von Wearables könnte diese Praktik noch einfacher werden.

Im 1. Teil des Datenschutz-Blogbeitrags ging es darum, welche Daten Wearables erfassen und wie unsicher die Geräte beim Speichern und Übermitteln sind. Lesen Sie im 2. Teil, wie sich der Umgang mit Daten in der Gesellschaft verändert hat und welche Lösungsansätze es für mehr Datenschutz gibt.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

Links aus diesem Beitrag:
http://www.canalys.com/newsroom/over-720000-android-wear-devices-shipped-2014
http://www.presseportal.de/pm/103990/2962728
http://www.symantec.com/connect/blogs/how-safe-your-quantified-self-tracking-monitoring-and-wearable-tech

 

Bildquelle: https://unsplash.com/collections/374888/security?photo=XYrjl3j7smo

Read More
smartwatch

Smartwatches – kleine Helfer für den Businessbereich

Für die einen die neuste Innovation aus dem Bereich der Wearables1, für die anderen nutzloses Gimmick für konsumgeile Apple-Jünger: Im April ist die Apple Watch erschienen und im Internet geistern schon die ersten Erfahrungsberichte von einigen Vorbestellern. Ab Juni wird sie auch in den Apple Stores erhältlich sein. Ein Grund sich die wohl begehrteste Smartwatch des Jahres und Apples neustes Aushängeschild in Sachen Innovation (und laut Apple „unsere persönlichste Technologie“) mal näher anzuschauen.

Die Apple Watch, wie alle anderen Smartwatches auch, integriert zunächst elektronische Funktionalitäten in Form einer Armbanduhr. Sensoren messen die täglichen Schritte (Pedometer), den Puls oder das eintreffende Licht. Aktuatoren benachrichtigen via Vibration bei eingehenden Nachrichten oder Anrufen. Sie ist dabei auf die Verbindung zu einem iPhone angewiesen, ohne Verbindung fällt ein Großteil ihrer Funktionen weg.

Die wichtigsten Funktionen sind dabei die Bereiche Fitness, Benachrichtigung bei SMS/ Anrufe/ Email etc. und Navigation. Damit wird deutlich, dass die Uhr eigentlich für die private Anwendung vorgesehen ist. Aber mit ihren technischen Möglichkeiten bietet sie auch Ideen für eine betriebliche Anwendung:

  • Im Außendienst als sinnvolle Ergänzung zum Smartphone zur Interaktion mit dem Kunden, kurzfristige Änderung von Terminen oder Treffpunkten, schnelle Information über relevante Verkaufsergebnisse
  • Als Ersatz für Werksausweis/ Schlüsselkarte und Zeiterfassung für die Einhaltung komplexer Zugriffsvorschriften via Near Field Communication (NFC)
  • Überwachung des physischen Zustandes in sicherheitskritischen Arbeitsbereichen oder sogar im medizinischen Kontext
  • Überall, wo Mitarbeiter keine freie Hand für ihr Smartphone haben (bei Wartungs- und Montagetätigkeiten z.B.). Hier kann sie Montageanweisungen oder technische Parameter anzeigen und ggf. via taktilem Feedback vor kritischen Situationen warnen.

Die Entwickler von Apps sind gefragt, um sich mit neuen Applikationen auch den Businessmarkt zu erschließen. Wie schon so oft von Reviewern hervorgehoben, steht und fällt die Apple Watch mit den verfügbaren Applikationen. Es bleibt spannend, wie Wearables wie die Apple Watch in den kommenden Jahren in den privaten und Business-Bereich vordringen werden und das Internet der Dinge (IOT) immer mehr zur Realität werden lassen.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

 

Bildquelle: https://hd.unsplash.com/photo-1434493907317-a46b5bbe7834

Read More
photo-1452860606245-08befc0ff44b

UX Design Tools – Welche gibt es überhaupt?

UXdesign.cc ist eine Webseite von jungen UX-Designern aus Amerika. Sie bietet Zugriff auf zahlreiche Usability-relevante Informationen und erleichtert durch ihr großes Angebot die Suche im World Wide Web.

Sucht man nach neuen Anwendungen und Tools, die die Usability-Arbeit erleichtern sollen, trifft man zumeist auf eine Vielzahl von Möglichkeiten. Egal ob Anforderungsanalyse, Prototyping oder Usability-Test, es gibt eine Vielzahl an Programmen und Hilfen, mit denen man arbeiten kann. Oft klickt man sich durch Blogs, Foren und andere Seiten, merkt sich Programme oder speichert Links. Einen schnelleren Überblick bietet die Webseite Uxdesign.cc.

Sie liefert auf einen Blick, neben einigen anderen UUX-Gegenständen wie UX-Checklisten, Blogs und Webseiten, viele nützliche Werkzeuge für die alltägliche Usability-Arbeit. Um die Suche nach dem geeigneten Tool zu erleichtern, werden die Anwendungen in Kategorien präsentiert und jeweils mit einem Satz beschrieben.

Wenn das noch nicht genügt, hat man die Möglichkeit, sich mithilfe vorgeschlagener Bücher im Bereich Usability und User Experience weiterzubilden. Auch hier wird einem die Suche durch eine kategoriale Darstellung erleichtert. Zusätzlich kann man sich zu weltweit stattfindenden UX-Events informieren. Ein Verweis auf die Webseiten der Events ist ebenfalls gegeben, um genauere Einblicke in die Veranstaltungen zu erlangen.

Abschließend liefert die Webseite viele Einblicke in UUX-Methoden. Diese sind sinnvoll gegliedert, um auch hier, bei einer Suche, erwünschte Methoden zu bestimmten Usability-Prozessen schneller zu finden.

 

Bildquelle: https://unsplash.com/search/design-tool?photo=9OKGEVJiTKk

Read More
B013

Anwendungsgebiete für mobile Software sind überall!

Mobile Software ist heutzutage längst kein Nischenphänomen mehr. Ganz im Gegenteil, sie ist allgegenwärtig und wird in den verschiedensten Branchen genutzt. Umso wichtiger, dass die Funktionalitäten nicht nur dem Programmierer einleuchten, der sie geschrieben hat. Vielmehr müssen alle Nutzer, möglichst ohne langwierige Schulung, verstehen, wie ein Gerät funktioniert. Hierfür ist Usability Testing mit den zukünftigen Nutzern und das Anpassen der Funktionen auf deren Bedürfnisse und mentale Modelle von grundlegender Bedeutung. Nur dann können die Anwendungen auch in Bereichen wertvolle Helfer sein, in denen man sie gar nicht vermuten würde, zum Beispiel auf Baustellen.

Einige gute Beispiele für den Einsatz von mobiler Software auf Baustellen liefert die BG Bau. So bietet sie für ihre Mitglieder kostenlose Apps an, die den Anwender z.B. in sechs Schritten zur Gefährdungsbeurteilung leiten und geeignete Schutzmaßnahmen empfehlen sowie deren Umsetzung überprüfen. Ein anderes Beispiel ist die „Bausteine“-App der BG Bau. Sie ersetzt in Form eines mobilen Nachschlagewerkes eine sehr dicke „gelbe Mappe“ voller Hinweise, Präventionsvorschriften und Tipps für sicheres Arbeiten.

Weiterhin bietet die Firma Sablono eine Software zur mobilen Fortschrittserfassung und Terminkontrolle auf der Baustelle – ein weiteres Anwendungsfeld von Apps auf der Baustelle. Die Usability dieser Software wurde 2014 im Rahmen des Staffellaufes von TU-Studierenden evaluiert und von UdK-Studierenden redesignt.

Mehr Informationen zu Apps in der Baubranche finden Sie auch in unserem Blogbeitrag „Mobile Baustellen“: www.usetree.de/mobile-baustellen/.

Weitere Informationen zu den Apps der BG Bau:
www.bgbau.de/

Weitere Informationen zu sablono:
www.sablono.com/

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/bauarbeiter-baumeister-bauen-569149/

Read More
B014

Mobile Baustellen

Sicheres Bauen ist ohne eine sichere Baustelle undenkbar. Daher sollten Bauherren und Planer die notwendigen Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz verantwortungsvoll bedenken. Um alle Gefährdungsbeurteilungen zu erfassen, ist allerdings bis jetzt oft ein gewaltiger Dokumentationsaufwand notwendig. Daher gibt es inzwischen auch für die Baubranche viele nützliche Apps, die es ermöglichen, Daten von mobilen Endgeräten ortsunabhängig abrufen zu können. Auf www.springerprofessional.de wurden einige interessante Apps vorgestellt:

Die Apps der BG BAU

Die BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hat für ihre Mitgliedsbetriebe eine kostenlose App für iPads entwickelt, mit der die Arbeitsbedingungen und notwendigen Schutzmaßnahmen mobil und einfach erfasst werden können. Diese App, mit der gleich mehrere Baustellen erfasst werden können, führt die Unternehmen in sechs Schritten zur kompletten Gefährdungsbeurteilung: Unternehmensdaten erfassen, Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen, Gefährdungen beurteilen und Risiken ermitteln, geeignete Schutzmaßnahmen auswählen, Schutzmaßnahmen durch- und umsetzen sowie die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüfen. Eine weitere App der BG Bau ist die sogenannte „Bausteine“-App, die ein mobiles Nachschlagewerk für unterwegs mit themenbezogenen Hinweisen, Erläuterungen von Präventionsvorschriften und Tipps für gesundes und sicheres Arbeiten enthält.

Apps für Informationen zu Gefahrstoffen

Außerdem bietet die BG BAU noch weitere webbasierte Apps des Gefahrstoff-Informationssystems GISBAU für alle gängigen Smartphones an. So stehen in der App WINGIS mobile die wesentlichen Inhalte der Gefahrstoff-Software WINGIS der BG BAU für Unternehmen und Beschäftigte zur Verfügung, z. B. alle wichtigen Informationen zu Bauchemikalien. Darüber hinaus bietet die App GHS mobile eine Umsteigehilfe auf das weltweit einheitliche System GHS (Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals).

Die ENBUS!-App

Weiterhin hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie im EU-Projekt „ENBUS!“ eine App entwickelt, die eine neutrale und kostenfreie Nutzenabschätzung von Energieeffizienzmaßnahmen erlaubt. Der Nutzer wählt dazu ein Gebäudemodell und dessen Standort aus. Die App ermittelt dann modellhafte Energieeinsparungen für eine Vielzahl hinterlegter Produkte und Baustoffe und liefert weitere Hilfestellungen rund um die „Energieeffizienz im Gebäude“. Derzeit ist die ENBUS!-App als Prototyp für iPhone und iPad verfügbar. Künftig soll die Software auf andere Plattformen ausgeweitet und inhaltlich umfassend ergänzt werden.

Und was gibt es noch?

Darüber hinaus finden sich in den großen App-Shops noch zahlreiche Anwendungen der unterschiedlichsten Produktanbieter und zu den verschiedensten Themen. Mit dem „Kompendium der Wärmedämmung“, Anbieter ist BASF Wall Systems, können beispielsweise Informationen rund um das Thema „Dämmung“ abgerufen werden; in „Wärmepumpe geoCHECK“ von Vaillant geht es um den Einsatz von Wärmepumpen und verschiedene Energiequellen; auch das auf Schalungen spezialisierte Unternehmen Peri bietet einige mobile Helfer für die tägliche Arbeit.

Ebenso machen viele Softwarelösungen der CAD-, CAFM– oder BIM-Anbieter sowie der auf Bauprozesse spezialisierten IT-Unternehmen inzwischen die mobile Zusammenarbeit und den ortsunabhängigen Zugriff auf Software möglich.

Links aus diesem Beitrag:

http://www.springerprofessional.de/apps-fuer-die-baubranche/5499272.html?cm_mmc=ecircleNL-_-LM_GI-Radar+77-_-S_Nachrichten+aus+GI+und+Informatik+vom+23.12.2014-_-L_29

http://www.bgbau.de/

http://www.iao.fraunhofer.de

http://www.enbus.eu/

http://www.wallsystems.basf.com/

http://www.vaillant.de/

http://www.springerprofessional.de/010—cafm-software-und-cafm-systeme/3703080.html;jsessionid=34BEABF55CF9026B3BF6BE150B0BD747.sprprofltc0203

http://www.springerprofessional.de/016—information-management-for-sustainable-building-projects/4092604.html;jsessionid=34BEABF55CF9026B3BF6BE150B0BD747.sprprofltc0203

http://www.springerprofessional.de/012—wissensbasierte-prozesskonfiguration-von-bauprozessen/5488424.html;jsessionid=34BEABF55CF9026B3BF6BE150B0BD747.sprprofltc0203

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/kran-turmkran-turmdrehkran-tdk-678609/

Read More
B015

Digitale Revolution

Die Entwicklung digitaler Technologien steht nicht still. Schon längst befasst sich die Wissenschaft mit der digitalen Gesellschaft und den daraus resultierenden Möglichkeiten. Was für manch einen Hobby ist, ist für den anderen harte Arbeit und Forschung.

digital-ist.de ist eine ansprechende Webseite, die Forschungen und Interessenthemen rund um die digitale Welt präsentiert. Experten erzählen via Videos von ihren Erfahrungen und Ideen oder verfassen einen Blog-Beitrag. Neben eher bekannteren Thematiken über Wirtschaft und Internet bietet die Seite zudem ein großes Spektrum anderer Bereiche – alle mit dem Sinn, die digitale Entwicklung weiter voranzutreiben.

Aktuelle Nachrichten oder Umfragen werden wie bei klassischen Nachrichtendiensten dargestellt. Ebenfalls die Option, einen Newsletter zu abonnieren, steht zur Verfügung. Wenn das noch nicht ausreicht, kann man aktuelle Veranstaltungen oder Workshops im Umkreis suchen oder sogar selbst agieren. Forscher rufen auf, sich bei Umfragen und Events zu beteiligen. Auf der Seite digital-ist.de wird das Interesse für die digitale Welt und deren Möglichkeiten geweckt und durch regelmäßige Meldungen aufrechterhalten.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/binär-eins-null-kontinente-erde-368715/

Read More
keyboard-824317_1280

UX, UI, UXD… bitte was?

Der Bereich des Designs ist voller Abkürzungen wie UX, UI usw. Vieles hat mit Design zu tun, einiges mit Nutzerfreundlichkeit. Aber was ist jetzt was, und was unterscheidet beispielsweise einen UX-Designer von einem UI-Designer?

Nun, fangen wir einmal beim Gröbsten an – UX. UX ist eine Abkürzung für “User Experience”, meint also die Erfahrungen, die ein Nutzer mit einem Produkt macht. Die DIN EN ISO 9241-210 definiert User Experience als die „Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/oder der erwarteten Benutzung eines Produkts, eines Systems oder einer Dienstleistung resultieren“. Sie umfasst „… alle Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben.“

Ziel bei der Produktentwicklung ist es natürlich, eine möglichst positive User Experience zu erzeugen. Diesen Vorgang nennt man dann UXD –  User Experience Design. Jemand, der die User Experience designed, wird dementsprechend als UX-Designer bezeichnet. Um eine gute UX zu designen, muss man allerdings erst einmal wissen, wer die Nutzer sind, welche Ziele, Motivationen, Kenntnisse sie haben, um daraus Anforderungen ableiten zu können. Jemand, der sich hauptsächlich mit diesen Fragen befasst und diese erforscht, wird als UX-Researcher bezeichnet.

Eine wichtige Rolle für eine gute UX spielt u. a. die Usability, also die Gebrauchstauglichkeit, des Produktes. Hier kommt der Usability-Engineer ins Spiel, der sich hauptsächlich mit dem Interface des Produktes, also der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, befasst. Das Interface wird in der “Szene” als UI – User Interface – bezeichnet. UID ist dementsprechend das User Interface Design, und ein UI-Designer hat die Aufgabe, die Bedienelemente eines Produktes zu gestalten. Dabei sollte er aber auch immer die Usability im Hinterkopf haben, ebenso wie die IA – die Information Architecture. Für Letztgenanntes gibt es allerdings auch Spezialisten, die “Information Architects”. Diese befassen sich mit den Inhalten des Produktes, genauer gesagt mit der Strukturierung, Anordnung und Benennung von Informationseinheiten.

Natürlich gibt es zwischen den Bereichen viele Überschneidungen: UX-Designer befassen sich auch mit der Usability, Usability-Engineers designen auch mal Interface-Elemente wie z. B. Buttons, Information Architects betreiben ebenfalls UX-Research…

Welche Verantwortlichkeiten wo anfangen und wo aufhören, ist nicht fest definiert. Daher bleibt anzumerken, dass dieser Artikel mein persönliches Verständnis der UX-Berufe widerspiegelt. In der Praxis kommt es aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen bestimmter Berufe leider oft zu Missverständnissen. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändert.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/tastatur-hilfe-support-information-824317/

Read More