UseTree-Vortrag beim Weihnachtssymposium der ETV-Donnerstagslektionen

Auf dem diesjährigen Weihnachtssymposium des VDE am 10.12.2015 um 16 Uhr hielt Prof. Dr. phil. Manfred Thüring seinen Fachvortrag zur Nützlichkeit von Usability-Maßnahmen für KMU.

Am 10. Dezember 2015 fand  im Rahmen der ETV-Donnerstagslektionen ein Kommunikationsforum zum Thema „Nutzerzentrierte Produktentwicklung“ statt. Mit dabei waren eine Reihe von Vortragenden, wie Berlin Partner, der VDI Berlin-Brandenburg und der ETV/VDE (Elektrotechnischer Verein/Verband der Elektrotechnik).

Prof Dr. phil. Manfred Thüring präsentierte seinen Fachvortrag „Usability-Maßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen – nützlich oder überflüssig?“ und beschrieb dabei eine kleine Auswahl der über 30 UseTree-Projekte mit kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in den vergangenen 3 Jahren von UseTree durchgeführt wurden. Thematisiert wurden dabei insbesondere Barrieren und Vorgehensmodelle für KMU, aber auch die „Lessons Learned“ aus mehreren Jahren Forschung.

Weitere Informationen zum Weihnachtssymposium und den Vortragenden finden Sie auf der offiziellen Website zur Veranstaltung.

 

Bildquelle: https://unsplash.com/search/christmas?photo=WsDF95mSUsI

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Hybrid Plattform

Diesen Sommer endete die 4-jährige Pilotphase der Hybrid Plattform, einem wichtigen Förderer von UseTree. Zeit, sich die Hybrid Plattform mal genauer anzusehen.

Als transdisziplinäre Projektplattform bringt sie WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus verschiedenen Fachgebieten mit Partnern aus Forschung und Industrie zusammen. Dabei werden über die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinaus innovative und zukunftsträchtige Lösungsansätze entwickelt – also „ein Ort für Querdenker und Grenzgänger“. Veranstaltungsformate sind dabei die beliebten „Hybrid Talks“, bei denen Projektmacher ihre Ideen in Kurzvorträgen vorstellen, wie auch Symposien mit Keynotes, Workshops und Diskussionen.

Aber die Hybrid Plattform bleibt uns auch nach ihrer Pilotphase erhalten: Die TU und UdK Berlin haben sich für eine Weiterführung der Hybrid Plattform ausgesprochen. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und einen anregungsreichen Austausch, z.B. in den nächsten Hybrid Talks mit dem Thema „Soundscapes“ am 14. Januar 2016 im Hybrid Lab an der TU Berlin.

Weitere Anregungen finden Sie in den Weeknotes der Hybrid Plattform. Mit dabei ein Beitrag über UseTree zum Thema Wachstum durch Usability“.

 

Bildquelle: http://hybrid-plattform.org

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In unseren Workshops Usability verstehen lernen

Erfolgreiche Softwareprodukte haben in der Regel eines gemeinsam:
Sie lassen sich gut und intuitiv bedienen – es macht sogar Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

Oft fehlen aber gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Ressourcen, komplexe Maßnahmen zu ergreifen, um ihre IT-Produkte optimal auf die Bedürfnisse ihrer Kunden auszurichten. Nutzerfreundliche und intuitiv gestaltete Produkte kommen aber deutlich besser am Markt an. Auch Angestellte sind motivierter, wenn sie bei der Erledigung Ihrer täglichen Arbeit von den IT-Systemen unterstützt statt von deren Funktionsvielfalt verwirrt oder durch umständliche Bedienung behindert werden.

Wie kann man also eine Software trotz Ressourcenknappheit so gestalten, dass sie Arbeitsprozesse optimal unterstützt und zugleich nutzerfreundlich ist? Und wie können Einkäufer Softwareprodukte über rein funktionale Anforderungen hinaus beurteilen und auswählen?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich unsere Workshops. Egal, ob Sie Tipps bei der Konzeption, Gestaltung und Evaluation benutzerfreundlicher Arbeits- und Unternehmenssoftware benötigen oder nach Hilfe bei der Auswahl und Implementierung des passenden Softwareproduktes für Ihr Unternehmen suchen, in unseren Workshops stellen wir Ihnen verschiedene methodische Herangehensweisen vor, die Sie auf dem Weg zu mehr Usability begleiten sollen. Sie haben die Möglichkeit, einen Überblick der wichtigsten Methoden – veranschaulicht an einigen Fallbeispielen – zu erhalten ebenso wie praktisches Wissen, um diese Methoden gewinnbringend im eigenen Unternehmen umsetzen zu können.

Kontakt: info@usetree.de

 

Bildquelle: UseTree

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"U(X) in Health Design"

Der Workshop „U(X) in Health Design“ auf der Mensch und Computer 2015 in Stuttgart beschäftigte sich mit „smarten“ Hilfsmitteln für den Gesundheitssektor. Diese bieten vielfältige Möglichkeiten, um therapeutische Angebote zu optimieren und zu ergänzen. Unabdingbar ist dabei der Einsatz eines menschzentrierten Vorgehens bei der Gestaltung dieser Technologien.

Der erste Vortrag Usability in medizintechnischen Softwarefirmen: Eine Interviewstudie zur aktuellen Lage behandelte die Masterarbeit von Franziska Trauzettel (im Folgenden kurz zusammengefasst von der Autorin): „Die Berücksichtigung menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Neu- und Weiterentwicklung interaktiver Technologien. Zur Verbesserung der Bedienbarkeit und insbesondere zur Vermeidung von Fehlbedienungen ist Usability im Bereich Medizintechnik von grundlegender Bedeutung und die lückenlose Dokumentation eines Usability-orientierten Vorgehens notwendige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zulassungsverfahren als Medizinprodukt. Allerdings lassen die hierfür vorgesehenen Normen aufgrund ihres allgemeinen Charakters einen großen Spielraum für das Verständnis und die praktische Umsetzung von Usability-Maßnahmen im Produktentwicklungsprozess. Ziel der vorgestellten Masterarbeit war es, das Verständnis von Usability und die gängige Anwenderpraxis zu erheben, um das Konzept als aktuelle Momentaufnahme aus Sicht der Medizintechnik zu beleuchten. Hierzu wurden bundesweit Mitarbeiter/innen aus insgesamt 21 Software-produzierenden medizintechnischen Unternehmen mittels qualitativen Telefoninterviews befragt. Um ergänzend einen Einblick in andere Industriezweige zu gewinnen, wurde ein Usability-Selbsttest online erhoben. Auf Basis der Ergebnisse können zentrale Usability-Aspekte vergleichend zwischen Medizintechnik und anderen Wirtschaftsfeldern identifiziert sowie ein idealtypisches Phasenmodell zum methodischen Vorgehen vorgestellt werden. Zudem lassen sich aus den Ergebnissen wichtige Handlungsbedarfe ableiten, die es durch zukünftige Forschung und geeignete Maßnahmen zu adressieren gilt.“

Der Vortrag Unterstützungsansätze in der Versorgung mittels mobiler Geräte und Telemedizin von Natalie Jankowski stellte das aktuelle Forschungsprojekt BeMobil vor, in dessen Rahmen das Potential der Telemedizin bei der Versorgung untersucht wurde. Die besondere Relevanz des Themas wird schon heute durch die Versorgungslücken deutlich, die durch den demographischen Wandel und das Stadt-Land-Gefälle ausgelöst werden. Bei der Telemedizin können unterschiedliche Kommunikationswege zwischen Arzt, Patient und eventuell Therapeut unterschieden werden. Auch zeitlich synchrone (wie Telefon) und asynchrone Verfahren (SMS, E-Mail) stehen für den Informationsaustausch zur Verfügung. Durch einen Fragebogen für Patienten und Behandler von Schlaganfall und Skoliose sollten offene Fragen zur Techniknutzung und Nutzungsbereitschaft von Telemedizin geklärt werden. Die Ergebnisse zeigten das große ungenutzte Potential: Bei den Befragten zeigte sich eine hohe Nutzung und Akzeptanz mobiler Geräte und auch eine hohe Bereitschaft auf beiden Seiten diese zukünftig einzusetzen.

Im Vortrag Anforderungsanalyse für die nutzergerechte Gestaltung eines Bedienkonzepts für robotergestützte Telerehabilitationssysteme in der motorischen Schlaganfallrehabilitation von Ekaterina Ivanova wurden die Ergebnisse einer Anforderungsanalyse an ein multimodales robotergestütztes System für motorische Rehabilitation nach Schlaganfall in häuslicher Umgebung dargestellt. Die Intention ist es, den Patienten nach einem Schlaganfall und dem Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung (Dauer: 6 Wochen in Deutschland) mit einer robotergestützten Telerehabilitation weiter zu begleiten. Besondere Herausforderung dabei ist es, das Interface an die Fähigkeiten des Patienten anzupassen, aber auch dem Arzt eine effiziente Arbeitsweise mit dem System zu ermöglichen.

In dem sich anschließenden interaktiven Teil wurden die Teilnehmer mit realistischen Problemstellungen („Szenarien“) konfrontiert und sollten in Gruppen Lösungen erarbeiten (wie im zweiten Beitragsbild dargestellt), die später im Plenum diskutiert wurden.

 

Bildquelle: UseTree

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Datenschutz von Wearables

Vielen Bürgern scheint gar nicht bewusst zu sein, welche Gefährdungspotentiale die unsichere Speicherung und Übermittlung von Daten hat. Aber auch der Umgang mit Daten ist immer noch sehr sorglos.

Gut jeder Dritte gab in einer Befragung an, er/sie wäre bereit, wichtige Gesundheitsdaten an die Krankenkasse weiterzuleiten. Möglich ist das zum Beispiel im Gesundheitsprogramm „Vitality“ von Generali: Versicherte erhalten Prämien für gesundheitsbewusstes Verhalten, welches auch mithilfe von Wearables1 überwacht wird. Durch Sport, wahrgenommene Arzttermine und gesunde Ernährung kann man Rabatte für Fitnessstudiomitgliedschaften, Reisen etc. und auch Prämiennachlässe beim Versicherungsschutz bekommen. Netzpolitiker Konstantin von Notz sieht darin eine Verletzung des Solidarprinzips: Dadurch, dass Personen bevorzugt werden, die freiwillig ihre Daten zur Verfügung stellen, werden – auf lange Sicht – diejenigen benachteiligt, die das nicht tun (vgl. Interview).

Datenschutz scheint oft als Gegenspieler von Effizienz zu fungieren. Wer sorglos alle persönlichen Daten von sich einer App zur Verfügung stellt, der erfährt das optimale Nutzungserlebnis. Die App liefert zum Beispiel personalisierte Vorschläge, nutzt den GPS-Standort für eine einfache Lokalisierung oder berechnet den täglichen Energieumsatz auf Basis von Gewicht, Geschlecht, etc. Viele Applikationen ermutigen Nutzer, immer mehr Daten anzugeben („20% Vervollständigen Sie jetzt Ihr Nutzerprofil!“). Auf der anderen Seite kostet Softwareentwicklung Geld und das lässt sich über Daten gut generieren. Den Wenigsten ist bewusst, dass sie mit ihren Daten für eine Dienstleistung bezahlen (bspw. Facebook). Verantwortlich ist eigentlich der Nutzer selber, der bestimmen muss, wie viel ihm seine Daten wert sind. Aber dafür muss er erst mal wissen, welche Daten von einer Applikation genutzt werden.

Deshalb ist besonders der Gesetzgeber gefordert, der dafür sorgen muss, dass Unternehmen dem Nutzer bzw. Kunden klar kommunizieren, welche Daten gesammelt werden und was zum Schutz der persönlichen Daten unternommen wird. Nach §34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) kann jede Person einmal im Jahr die gespeicherten Daten von Unternehmen kostenlos anfordern. Auch mit dem Ziel diese ggf. berichtigen, sperren oder löschen zu lassen. In der Praxis ignorieren die Unternehmen die Anfragen häufig oder beantworten sie nicht richtig.

Letztendlich sollten auch Entwickler Produkte so gestalten, dass sie die Privatsphäre ihrer Nutzer respektieren und ihre Daten schützen. So fordert das auch die Association for Computing Machinery (ACM) im Moralcodex für Softwareentwickler (Software Engineering Code of Ethics and Professional Practice Version 5.2). Lösungsansätze wären zum Beispiel Sparsamkeit (verantwortungsvoller Umgang) bei der Erfassung und dem Austausch von Daten, d.h. nur solche Daten erfassen und austauschen, die für die Bedienung der App wichtig sind.

Der 1. Teil des Datenschutz-Blogbeitrags demonstrierte, wie unsicher Wearables beim Speichern und Übermitteln von Daten sind und mit welchen Risiken der Missbrauch von Daten verbunden sein kann.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

Links aus diesem Beitrag:
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gesundheits-Apps-Jeder-dritte-Smartphone-Nutzer-w%C3%BCrde-Daten-an-die-Krankenkasse-weiterleiten.html
http://www.deutschlandradiokultur.de/krankenversicherung-eine-app-fuer-den-glaesernen-patienten.1008.de.html?dram:article_id=307219
https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an_Facebook#Datenschutz
http://www.br.de/puls/themen/netz/selbstauskunft-kampf-um-meine-daten-100.html
https://www.acm.org/about/se-code

 

Bildquelle: https://unsplash.com/collections/373982/wearables?photo=JpY2rPHFL8E

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Flow und Usability

Die meisten von Ihnen kennen vermutlich das Gefühl, beim Lesen, beim Sport oder Musizieren in einen „Flow“ zu geraten. Einige von Ihnen haben es vielleicht auch schon während der Interaktion mit einem Gerät oder beim Surfen auf einer Homepage erlebt. Dieser Flowzustand wurde erstmals 1975 von Csikszentimihalyi beschrieben. Ihm zufolge ist Flow-Erleben ein fließender Versunkenheitszustand. Im Flow-Zustand ist die Beanspruchung optimal, der Handlungsablauf wird als flüssig empfunden und wir gehen so sehr in der Aufgabe auf, dass wir die Zeit vergessen. Auf eine gewisse Weise ist es genau das, was wir auch mit einem benutzerfreundlichen Produkt erreichen wollen: dass der Nutzer einfach nicht mehr über die Interaktionen nachdenken muss, sondern geradezu durch die Bedienelemente „fliegt“ und sich intuitiv zurechtfindet.

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Flow und Usability, welcher auf der Seite http://www.flow-usability.de/index.htm ausgeführt wird. Auf der Seite ist zusammengefasst, was Marco Wurzler und Philipp Stegler von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf in ihrer Magisterarbeit zum Thema Flow und Usability herausgearbeitet haben.

Insbesondere geht die Seite darauf ein, wie eine Onlinepräsenz dem Nutzer Freude bereiten kann, indem durch hohe Usability Flow Erleben induziert wird.

Mit Hilfe des Flow-Konzeptes wird auch für bestimmte Heuristiken begründet, warum ihre Einhaltung das Flow-Erleben fördert. Erwartungskonformität sei beispielsweise wichtig, weil sonst der Nutzer aus seinem Gedanken- und Interaktionsfluss gerissen werde und damit auch der Flow abreiße. Fehlermeldungen hilfreich gestalten helfe zwar, die Handlungskontrolle zu behalten, stelle aber in jedem Fall eine Unterbrechung der Tätigkeit, dadurch des flüssigen Handlungsablaufs und damit des eventuellen Flows dar. Andere Usability-Daumenregeln könnten laut den Autoren nicht mit Hilfe des Flow-Konzeptes erklärt werden. Dies treffe beispielsweise auf Farbgebungskonzepte zu, da solche zwar Gefühle auslösen können, aber selbst keinen Flow induzieren.

Die Webseite zur Magisterarbeit finden Sie unter: http://www.flow-usability.de/index.htm

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/schlucht-steil-tal-stein-felsen-801839/

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Deutschlands Personas: Wer sind Ihre Online-Shopper?

Personas sind prototypische Nutzer, die die wichtigsten Zielgruppen einer Anwendung repräsentieren und zentral für deren Haupteigenschaften und Anforderungen sind. In einer neuen Studie von eResult wurde sich nun der Frage gewidmet, wer wohl die typischen Vertreter deutscher Online-Shopper sind.

Herausgekommen sind vier Nutzer-Typen: Oliva Online, Andreas & Anna Anspruch, Frank Fünfziger und Tina Tablet – errechnet auf Basis einer repräsentativen Online-Umfrage (n=1.000) unter Einsatz des Persona-Ansatzes. Ihre Anforderungen an Online-Shops und ihr Einkaufsverhalten im Web als auch in anderen Kanälen unterscheiden sich deutlich.

Erfahren Sie in der eResult-Studie Details zu den Merkmalen und Anforderungen der vier typischen Shop-Nutzer. Finden Sie heraus, wer Ihre Nutzer und Kunden sind und wie Sie auf die Wünsche Ihrer Persona(s) eingehen können!

>> Deutschland(s)-Personas: 4 repräsentative Online-Shopper Typen

Links:
http://www.eresult.de/fileadmin/Downloads/PDF/Personas_fuer_Deutschland/eResult_CaseStudy_Personas_fuer_Deutschland.pdf

http://www.eresult.de/newsletter/newletter-detailansicht/news/newsletter-juli-2015/

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/e-commerce-einkaufskorb-einkaufen-402822/

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Motivierende Applikation zum Diabetes-Management

Die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus Typ-1 stellt ein weltweit ansteigendes Gesundheitsproblem dar. Sie ist mit einer Vielzahl an Aufgaben und Regeln verbunden, die im Rahmen des Diabetes-Managements von den Betroffenen geleistet werden müssen. Häufig geht die Erkrankung zusätzlich mit psychischen Belastungen einher.

Für eine Optimierung der Therapie und um besser auf spezifische Situationen reagieren zu können, ist eine umfassende Dokumentation der diabetesbezogenen Werte und weiterer Einflussfaktoren erforderlich. Die Diabetes-Dokumentation wird jedoch häufig als aufwendig und lästig empfunden. Meist mangelt es an Motivation, sich intensiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Eine entsprechende Motivation ist allerdings grundlegend für eine regelmäßige Dokumentation. Um dies zu verbessern, wurde eine Smartphone-App entwickelt, die Diabetiker im täglichen Umgang mit der Erkrankung unterstützt und zu einer zielführenden Dokumentation motiviert.

Um eine gebrauchstaugliche Applikation zu entwickeln, wurden Nutzer aus der Zielgruppe im Rahmen des User-Centered-Design-Prozesses in die Produktentwicklung einbezogen. Zunächst wurden Bedürfnisse und Anforderungen an eine Diabetes-App erhoben. Anschließend wurden verschiedene Entwürfe für eine Diabetes-App erstellt, die den Umgang mit der Erkrankung auf verschiedene Weise unterstützen können. Ein finales Konzept wurde im Rahmen eines Software-Prototyps umgesetzt und mit Usability-Experten sowie mit potentiellen Nutzern aus der Zielgruppe evaluiert. Es zeigte sich, dass das entwickelte App-Konzept Betroffene im täglichen Umgang mit der Erkrankung sinnvoll unterstützen kann. Durch die nutzerzentrierte Entwicklung konnte ein Konzept für eine Applikation zum Diabetes-Management entwickelt werden, welches ein positives Nutzererleben hervorruft und durch einen Motivationsansatz zu einer regelmäßigen Nutzung anregt.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/diabetes-blutzucker-diabetiker-528678/

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Datenschutz von Wearables

Wearables1 sind auf dem Vormarsch. Vor einem Monat ist auch Apple in den Wettbewerb eingestiegen (mehr dazu im Beitrag „Smartwatches“) und die Analysten von Canalys melden für 2014 Verkaufszahlen von ca. 4,6 Millionen Wearables weltweit. Schätzungen prognostizieren einen Anstieg auf 51,2 Millionen Verkäufe 2015.

Um die persönliche Fitness zu verfolgen, nutzen gesundheitsbewusste Personen häufig Fitnessarmbänder oder Smartwatches, die mit ihren umfangreichen Sensoren (Beschleunigungssensor, Lagesensor, GPS-Empfänger etc.) eine Vielzahl an Daten kontinuierlich erfassen können. Diese Daten werden benutzt, um Gesundheitsparameter der Person (Herzaktivität, Schritte, Bewegung, …) zu erfassen und an das Smartphone per Bluetooth zu übertragen.

Jedoch sind diese Daten besonders sensibel, weil man über sie Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort (GPS-Daten) oder die Gesundheit ziehen kann. Um diese Daten zu schützen, belegt der Gesetzgeber die Verarbeitung besonders sensibler Daten (§3 Abs. 9 BDSG) – z.B. Daten über die Gesundheit einer Person – mit speziellen Regularien und erschwert so ihre Verarbeitung. Ob sich Drittanbieter von Fitnessapps an diese Vorgaben halten, ist fraglich.

In einer Untersuchung baute die Sicherheitsfirma Symantec einen Bluetooth-Scanner und ließ diesen passiv die Signale von Wearables „belauschen“. Das Ergebnis: Alle Geräte konnten anhand ihrer Hardware-Adresse (ähnlich dem Kennzeichen beim Auto) eindeutig identifiziert und ihr Standort somit überwacht werden. Außerdem übertrugen 20% der Apps unverschlüsselt die Anmeldedaten der Nutzer – und ermöglichen so den Missbrauch von Gesundheitsdaten sowie persönlichen Informationen aus der Cloud, wie z.B. Geburtsdatum, Adresse, Fotos, u.v.m.

Wer sich fragt, wer von diesen Daten profitieren könne, denke an die Mitarbeiterüberwachungen bei Lidl, der Telekom und der Deutschen Bahn, in denen die Privatsphäre der Mitarbeiter massiv verletzt wurde, indem Detektive und versteckte Kameras gezielt zur Überwachung der Mitarbeiter eingesetzt wurden ohne konkreten Tatverdacht. In den Vereinigten Staaten wurden mittlerweile die ersten Fälle bekannt, bei denen Einbrecher GPS-Tracking nutzten, um bei Abwesenheit der Hausbesitzer unbemerkt einzubrechen. Bei der momentan so geringen Sicherheit von Wearables könnte diese Praktik noch einfacher werden.

Im 1. Teil des Datenschutz-Blogbeitrags ging es darum, welche Daten Wearables erfassen und wie unsicher die Geräte beim Speichern und Übermitteln sind. Lesen Sie im 2. Teil, wie sich der Umgang mit Daten in der Gesellschaft verändert hat und welche Lösungsansätze es für mehr Datenschutz gibt.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

Links aus diesem Beitrag:
http://www.canalys.com/newsroom/over-720000-android-wear-devices-shipped-2014
http://www.presseportal.de/pm/103990/2962728
http://www.symantec.com/connect/blogs/how-safe-your-quantified-self-tracking-monitoring-and-wearable-tech

 

Bildquelle: https://unsplash.com/collections/374888/security?photo=XYrjl3j7smo

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Smartwatches – kleine Helfer für den Businessbereich

Für die einen die neuste Innovation aus dem Bereich der Wearables1, für die anderen nutzloses Gimmick für konsumgeile Apple-Jünger: Im April ist die Apple Watch erschienen und im Internet geistern schon die ersten Erfahrungsberichte von einigen Vorbestellern. Ab Juni wird sie auch in den Apple Stores erhältlich sein. Ein Grund sich die wohl begehrteste Smartwatch des Jahres und Apples neustes Aushängeschild in Sachen Innovation (und laut Apple „unsere persönlichste Technologie“) mal näher anzuschauen.

Die Apple Watch, wie alle anderen Smartwatches auch, integriert zunächst elektronische Funktionalitäten in Form einer Armbanduhr. Sensoren messen die täglichen Schritte (Pedometer), den Puls oder das eintreffende Licht. Aktuatoren benachrichtigen via Vibration bei eingehenden Nachrichten oder Anrufen. Sie ist dabei auf die Verbindung zu einem iPhone angewiesen, ohne Verbindung fällt ein Großteil ihrer Funktionen weg.

Die wichtigsten Funktionen sind dabei die Bereiche Fitness, Benachrichtigung bei SMS/ Anrufe/ Email etc. und Navigation. Damit wird deutlich, dass die Uhr eigentlich für die private Anwendung vorgesehen ist. Aber mit ihren technischen Möglichkeiten bietet sie auch Ideen für eine betriebliche Anwendung:

  • Im Außendienst als sinnvolle Ergänzung zum Smartphone zur Interaktion mit dem Kunden, kurzfristige Änderung von Terminen oder Treffpunkten, schnelle Information über relevante Verkaufsergebnisse
  • Als Ersatz für Werksausweis/ Schlüsselkarte und Zeiterfassung für die Einhaltung komplexer Zugriffsvorschriften via Near Field Communication (NFC)
  • Überwachung des physischen Zustandes in sicherheitskritischen Arbeitsbereichen oder sogar im medizinischen Kontext
  • Überall, wo Mitarbeiter keine freie Hand für ihr Smartphone haben (bei Wartungs- und Montagetätigkeiten z.B.). Hier kann sie Montageanweisungen oder technische Parameter anzeigen und ggf. via taktilem Feedback vor kritischen Situationen warnen.

Die Entwickler von Apps sind gefragt, um sich mit neuen Applikationen auch den Businessmarkt zu erschließen. Wie schon so oft von Reviewern hervorgehoben, steht und fällt die Apple Watch mit den verfügbaren Applikationen. Es bleibt spannend, wie Wearables wie die Apple Watch in den kommenden Jahren in den privaten und Business-Bereich vordringen werden und das Internet der Dinge (IOT) immer mehr zur Realität werden lassen.

1 Wearables (von eng. Wearable Computing) bezeichnen tragbare Computersysteme (z.B. Smartwatches, Google Glass, Nike+); hauptsächliche Tätigkeit ist dabei eine vom Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt.

 

Bildquelle: https://hd.unsplash.com/photo-1434493907317-a46b5bbe7834

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