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Magazine by UseTree
Gute Frage, Wissen Reading Time 4 min | 19.05.2020

Agile Transformation im Jahr 2020

Die Corona-Krise als Chance für neue digitale Arbeitswelten in der Produktentwicklung

by Redaktion

Agilität ist nicht nur für uns als Individuen wichtig. Auch in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht spielt dieses Merkmal eine wichtige Rolle. Schnell und flexibel auf verschiedene externe Umstände reagieren zu können, ist insbesondere in einer Technologie-getriebenen Ära wie der heutigen von enormer Bedeutung. Der schnell fortschreitende technologische Wandel zwingt Unternehmen, interne Strukturen und Prozesse möglichst agil zu gestalten. Zudem können globale Events die Arbeitsweise von Unternehmen beeinflussen – wie die aktuelle Situation gerade wieder deutlich zeigt. Es stellt sich also die Frage: Wie können wir die agile Transformation im Jahr 2020 optimieren?

Agile Arbeitswelt meets KMU

Gerade viele klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) befinden sich im Umbruch. Sie sind über die Größe eines Start-Ups hinausgewachsen, womit die relativ flexible Struktur mit kurzen Kommunikationswegen nicht mehr so leicht umsetzbar ist. Bisher traditionell verwendete Produktentwicklungsmethoden erreichen durch ihre lineare Ausrichtung oftmals ihre Grenzen. Neue Arbeitsformen müssen identifiziert und auf die individuellen Unternehmensanforderungen angepasst werden. Dieser Prozess kann langwierig sein. Doch die COVID-19-Pandemie zwingt KMU aktuell zu einem schnellen Umdenken. Ad hoc mussten neue Methoden eingeführt werden, wie Remote-Meetings, Online-Konferenzen und Daily-Stand-Ups. Nur so konnten Qualität und Sicherheit in der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen gewährleistet und Versorgungsketten aufrechterhalten werden. Dabei mussten unterschiedlichste technische und organisatorische Hürden genommen werden.

Die COVID-19-Pandemie: Wicked-Problem und Chance zugleich

Der Schlüssel, diese Herausforderungen zu meistern, liegt im Verständnis der Krise als Chance. Sie bietet die Möglichkeit, eine neue Arbeitskultur zu schaffen, die durch größere Flexibilität neuer Technologien auch zukünftig schnell auf disruptive Veränderungen reagieren kann. Oftmals stammen die aktuell eingesetzten Methoden aus der agilen Arbeitswelt und werden in der Software-Industrie schon länger praktiziert. Ein Beispiel aus dem Methodenschatz der Software-Industrie stellen Design-Thinking-Ansätze dar. Sie eignen sich besonders, sogenannte „Wicked-Probleme“ zu lösen. Wicked-Probleme sind neuartige und relativ komplexe Probleme, bei denen kein definierter Lösungsweg vorliegt – wie beispielsweise während der Corona-Krise. Daher verstehen wir die COVID-19-Pandemie ebenfalls als ein solches Wicked-Problem.

Ihre Zwischenbilanz: Agil oder noch unsicher?

Damit die agile Transformation gelingt, müssen jedoch die Vorteile und Grenzen neu eingesetzter Technologien sorgfältig abgewogen werden. Gerade zu Beginn sind Nutzer oft unsicher und müssen zunächst Vertrauen in die neuen Arbeitsabläufe gewinnen bzw. herausfinden, wie diese in bereits etablierte Entwicklungsprozesse passen. Diese Unsicherheiten zu beseitigen, ist jedoch für die Nutzung neuer Arbeitsformen von zentraler Bedeutung. Daher ist nun nach fast zwei Monaten Krisenzustand und Kontaktbeschränkungen die Zeit gekommen, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Welche Arbeitsformen haben Sie in Ihrem Unternehmen eingesetzt, mit welchem Erfolg? Lohnt es sich, neu eingesetzte Prozesse und Tools nachhaltig bei der Produktentwicklung zu implementieren? Welchen Herausforderungen stehen Ihre Teamkollegen in der agilen Arbeitswelt gegenüber? All diese Fragen sollten diskutiert werden, um einen nachhaltigen Unternehmenswert aus den aktuell gewonnenen Erfahrungen zu generieren.

UseTree kann unterstützen

Wir von UseTree unterstützen Sie, eine Zwischenbilanz für Ihr Unternehmen bzw. Projektteam zu ziehen und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Oft werden ad hoc eingeführte agile Methoden zunächst eher unstrukturiert, zufällig und isoliert in bestehende Prozesse integriert. Wir helfen Ihnen dabei, das „Bigger Picture“ zu sehen und daraus resultierende Innovationspotenziale abzuleiten.

Dafür kombinieren wir Ansätze aus dem Design Thinking und User Centered Design, um mit Ihnen gemeinsam individuelle Lösungsansätze für die Change-Prozesse in Ihrem Unternehmen zu erarbeiten. Diese hybride Herangehensweise eröffnet größeren Entwicklungsspielraum, der beim alleinigen Einsatz von nur einer Methode nicht immer sichtbar wird.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

  • Ihr Unternehmen auf schnelle Veränderungen und einen gezielten Umgang mit Wicked-Problemen vorbereiten
  • Ihre agilen Arbeitswelt sichten, ordnen und strukturieren ­– mit besonderem Fokus auf ad hoc eingeführten Prozesse während der COVID-19-Pandemie
  • Ihr Projektteam anleiten, neue innovative Sichtweisen zu entwickelt, um auf neue Herausforderungen adäquat reagieren zu können – beispielsweise durch den Einsatz von Empathie-Übungen, „what if“-Szenarien und benutzerorientierter Denkweisen
  • Mit Ihnen gemeinsam eine Struktur erarbeiten, die ein agiles Arbeiten erleichtert und die Integration bereits eingeführter Methoden in Ihre Prozesskette ermöglicht.

Haben Sie weitere Fragen bzw. brauchen Sie Unterstützung bei der Optimierung Ihrer agilen Arbeitswelt?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme: info@usetree.de

Bildquelle: Unsplash